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Tipps für den Nachtlauf

mit Petzl

Was Sie beim Trailrunning bei Dunkelheit beachten müssen

Wenn Sie bei Dunkelheit laufen, werden die Schwierigkeiten, mit denen Sie tagsüber konfrontiert werden, durch mangelndes Umgebungslicht noch verstärkt. Es kann Ihnen das Gefühl vermitteln, in einem Tunnel zu laufen. Das Ausleuchten des Wegs mit einer einzigen Lichtquelle - einer Stirnlampe - kann die Wahrnehmung der Umgebung verzerren. Die Wahrnehmung der Unebenheiten ist eingeschränkt, Sie sehen das Gelände praktisch in zwei Dimensionen. Auf technischen Pfaden verlangt dies eine erhöhte Aufmerksamkeit von Ihnen, da Ihre Augen große Schwierigkeiten haben, Hindernisse auf dem Weg zu erkennen. Um dies zu kompensieren, installieren manche Läufer eine zusätzliche Stirnlampe an ihrem Gürtel.

Neben der veränderten Wahrnehmung kann das Laufen bei Dunkelheit auch die Müdigkeit verstärken, ohne dass Sie sich dessen bewusst sind, da sich Ihre Augen beim Sondieren des Geländes mehr anstrengen müssen. Sie können dieser Müdigkeit entgegenwirken, indem Sie für eine ausreichende Beleuchtung sorgen.

Bei Dunkelheit müssen Sie zudem achtsamer sein, um Steinmännchen, Wegmarkierungen usw. zu erkennen.

So können Sie sich auf einem langen Trailrun bei Dunkelheit vorbereiten und dafür trainieren

Das Trainieren bei Dunkelheit ist die beste Vorbereitung für einen Nachtlauf. Auf diese Weise können Sie sich an die Dunkelheit gewöhnen und gleichzeitig Ihre Fähigkeiten, Veränderungen im Gelände zu analysieren, verbessern. Erfahrene Trailrunner trainieren nicht nur, indem Sie laufen sondern auch andere Aktivitäten bei Dunkelheit ausüben (Wandern, Biking, Skilanglauf, Schneeschuhlaufen). Je mehr Zeit Sie mit dem Training bei Dunkelheit verbringen, desto besser gewöhnen Sie sich an die Bedingungen, werden schneller und effizienter.

Es empfiehlt sich, anfangs bei Vollmond und auf einfachem Gelände zu laufen. Wenn Sie sich an das Laufen bei Dunkelheit gewöhnt haben, können Sie sich auf technische Strecken oder in den Wald wagen. Auch das Laufen zu zweit oder in der Gruppe ist eine gute Idee. Das Trainieren mit mehreren Personen wirkt sich nicht nur positiv auf die Motivation aus, durch die Zahl der Stirnlampen verfügen die Läufer zudem über eine bessere Beleuchtung.

Tipps für den Nachtlauf

  • Wenn Sie alleine laufen, informieren Sie jemanden über Ihre Tour und deren voraussichtliche Dauer. Vergessen Sie nicht, Ihr Handy mitzunehmen.
  • Wenn Sie eine neue Strecke erkunden, kann es nützlich sein, einen Kompass oder ein GPS dabei zu haben.
  • Bei langen Touren ist es wichtig, die Betriebsdauer der Batterien richtig einzuschätzen und einzusetzen. Versuchen Sie, den Energieverbrauch weitestgehend einzuschränken.
  • Bei einer Steigung sollten Sie Ihre Stirnlampe auf Economic stellen, um die Batterien zu schonen.
  • Erhöhen Sie im Gefälle die Leuchtstärke Ihrer Stirnlampe bzw. stellen Sie diese auf maximale Leuchtkraft, um das vor Ihnen liegende Gelände besser einsehen zu können und Wegabbiegungen zu erkennen.
  • Gewöhnen Sich sich daran, den Blick auf den vor Ihnen liegenden Weg zu richten, um Hindernisse und Veränderungen im Gelände rechtzeitig zu erkennen.
  • Laufen Sie in der Gruppe und nutzen Sie das von den Stirnlampen der anderen Läufer erzeugte Licht, um Energie zu sparen.
  • Nehmen Sie Ersatzbatterien mit.
  • Nehmen Sie eine Stirnlampe für Notfälle mit.

Die Wahl der richtigen Stirnlampe

Die Regeln des The North Face® Ultra-Trail du Mont-Blanc® schreiben vor, dass alle Teilnehmer über zwei Stirnlampen und Ersatzbatterien verfügen müssen. In der Regel haben die Läufer eine Hauptstirnlampe und eine zweite Stirnlampe für Notfälle dabei (Ausfall der Hauptstirnlampe, Notfallsituationen). Sie können zwischen mehreren Stirnlampen auswählen. Jedes Modell hat seine eigenen Leistungsmerkmale und Vorteile. Einige Stirnlampe eignen sich besser als andere zum Trailrunning. Sie müssen wissen, wie Sie die richtige Stirnlampe auswählen, da sie - insbesondere bei einem so anspruchsvollen Rennen wie dem UTMB - eine wesentliche Ausrüstungskomponente des Trailrunners ist. Die nachfolgenden Informationen sollten Sie bei der Auswahl einer Stirnlampe in Erinnerung haben.

Basiskonfigurationen

Es gibt drei Arten von Stirnlampen:

  • Alles-in-einem: kompakte Stirnlampen, ideal für kurze Touren. Da diese Stirnlampen ihr gesamtes Gewicht vorne im Lampenkörper haben, können sie leicht verrutschen und den Läufer bei einer langen Tour stören.
  • Der Akku befindet sich am Hinterkopf: Diese Art von Stirnlampen haben in der Regel eine höhere Leuchtkraft, da sie entweder mit einem größeren Akku oder mit mehreren Batterien betrieben werden. Sie verfügen über ein ausgewogenes Gleichgewicht und sind eine gute Option für einen Ultra-Trail.
  • Der Akku wird separat in einer Tasche getragen: extrem leistungsstarke Stirnlampen mit einem hohen Energiebedarf, deren Akku in einer Jackentasche oder im Rucksack transportiert werden kann. Sie reduzieren das am Kopf getragene Gewicht. Bei Kälte können Sie den Akku auch unter der Kleidung tragen, um die Leuchtdauer zu erhöhen.

Leuchtleistung versus Leuchtdauer

In der Regel gilt, je höher die Leistung Ihrer Stirnlampe ist, desto besser ist sie geeignet. Die Hersteller von Stirnlampen geben die Leuchtstärke in Lumen an. Je mehr Lumen die Lampe erzeugt, desto weniger müssen sich die Augen anstrengen, um das Gelände einzusehen, so dass Sie sich entspannen und schneller laufen können. Eine höhere Leuchtstärke bedeutet aber auch, dass die Lampe eine kürzere Leuchtdauer und ein höheres Gewicht hat. Sie müssen die Vor- und Nachteile abwägen, bevor Sie die für einen bestimmten Trail geeignete Stirnlampe auswählen.

Achtung: Bei einer nicht regulierten Stirnlampe verringert sich die ursprüngliche Leuchtweite mit der Entladung der Batterien. Eine Stirnlampe mit einer maximalen Leuchtstärke von 80 Lumen und einer Leuchtdauer von 125 Stunden beispielsweise erzeugt nur für eine relativ kurze Dauer eine Leuchtkraft von 80 Lumen. Tatsache ist, dass die Leuchtkraft bei einem langen Trailrunning erheblich abnimmt.

Regulierte Stirnlampen garantieren eine konstante Leuchtkraft während der angegebenen Leuchtdauer. Die Leuchtdauer erscheint kürzer, vor allem bei maximaler Leuchtkraft, aber sie ist für jeden Modus bekannt.

Neue Technologien haben damit begonnen, dieses Problem zu lösen, indem sie die Leuchtstärke automatisch den Anforderungen des Anwenders anpassen und somit einen effizienteren Energieverbrauch gewährleisten.

Für weitere technische Informationen bitte hier klicken.

Gewicht

Bei einem Ultra-Trail spielt das Gewicht eine wichtige Rolle. Sie müssen abwägen, ob Sie bereit sind, für jedes Gramm Gewichtseinsparung Abstriche bei Leuchtkraft und Leuchtweite zu machen.

Batterien

Einige Trailrunner ziehen Lithium-Batterien vor. Sie sind zwar teurer, dafür aber 30 % leichter als Alkali-Batterien. Außerdem besitzen sie eine bessere Kältebeständigkeit. Akkus und andere aufladbare Optionen sind generell kostengünstiger und können bei häufiger Benutzung (Training usw.) zur Reduzierung der Umweltbelastung beitragen. Mehrere Stirnlampenmodelle sind mit einer Batteriezustandsanzeige ausgestattet. Ganz gleich für welche Lösung Sie sich entscheiden, vergessen Sie nicht, Ersatzbatterien mitzunehmen.

Eine zweite Stirnlampe

Bei einem Ultra-Trail müssen Sie gegen unverhoffte Situationen gefeit sein. Eine Stirnlampe für Notfälle gehört zur Sicherheitsausrüstung für den Fall, dass Ihre Hauptstirnlampe ausfällt oder die Batterien leer sein sollten. Es stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Um eine schwierige Situation zu bewältigen, erzeugen ultrakompakte, leichte Stirnlampen eine ausreichende Leuchtkraft. Um normal weiterlaufen zu können, sollten Sie eine kompakte Stirnlampe auswählen. Die endgültige Auswahl hängt natürlich von der Tour und der benötigten Beleuchtung ab.

Petzl und der The North Face® Ultra-Trail du Mont-Blanc®

Unsere Service-Teams werden vor Ort an den Verpflegungsständen von Chapieux und Champex präsent sein. Sie können Sie mit Ersatzbatterien versorgen und Ihnen bei technischen Problemen mit Ihrer Stirnlampe behilflich sein.